Der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) soll die Zusammenarbeit mit den vier Kommunen in Nordschleswig/Sønderjylland künftig enger, strategischer und mit einer größeren gegenseitigen Verantwortung gestalten. Diesen Vorschlag macht Stephan Kleinschmidt im Rahmen seiner Kandidatur für den BDN-Hauptvorsitz. Unterstützung erhält der Ansatz bereits von Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen. Tonderns Bürgermeister Jørgen Popp Petersen hebt zudem die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst Nordschleswig hervor.
Im Mittelpunkt steht eine stärkere politische und strukturelle Verankerung der Deutschen Minderheit als aktiver Teil der gesellschaftlichen Entwicklung. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Minderheit soll langfristig und partnerschaftlich ausgebaut werden.
„Die Deutsche Minderheit ist ein fester Teil Nordschleswigs und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung. Deshalb braucht es verlässliche Partnerschaften auf Augenhöhe, regelmäßigen Dialog und gemeinsame strategische Ziele“, erklärt Stephan Kleinschmidt – aus 20 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung in der Kommune Sonderburg.
Zusammenarbeit stärker verankern und ausbauen
Künftig sollen zentrale Fragen der Minderheitenpolitik – etwa Bildung, Kultur und soziale Infrastruktur – stärker gemeinsam beraten werden. Dazu schlägt Kleinschmidt regelmäßige Gespräche zwischen dem BDN und den Bürgermeistern der vier Kommunen vor, die künftig auch verstärkt auf Einladung des BDN stattfinden sollen. Der bisherige Austausch im Sønderjysk Koordinationsudvalg soll im Dialogforum Sønderjylland weiterentwickelt und gestärkt werden.
Ziel ist eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem BDN und den Kommunen. Eingebunden werden sollen dabei unter anderem der Sozialdienst, der Deutsche Schul- und Sprachverein, der Deutsche Jugendverband sowie die Schleswigschen Partei. Sie sichert als demokratische Vertretung der Minderheit die kommunale Verankerung und prägt die Zusammenarbeit maßgeblich mit.
Als Vorbilder nennt Kleinschmidt die Erfahrungen in Tondern sowie den kommunalpolitischen Kontaktausschuss der deutschen Minderheit in Sonderburg Kommune. Beide Modelle zeigen, dass ein strukturierter Dialog Vertrauen schafft und konkrete Ergebnisse ermöglicht.
Zitate
Stephan Kleinschmidt:
„Die Zukunft der Deutschen Minderheit entscheidet sich auch vor Ort in den Kommunen. Dabei spielt die politische Arbeit der Schleswigschen Partei eine zentrale Rolle. Minderheitenpolitik und kommunale Entwicklung müssen deshalb noch enger zusammengedacht werden.“
Erik Lauritzen:
„Die Erfahrungen aus dem Kontaktausschuss in Sonderburg haben gezeigt, wie wertvoll ein strukturierter Austausch mit der Deutschen Minderheit ist. Eine Weiterentwicklung auf strategischer Ebene ist der richtige nächste Schritt.“
Jørgen Popp Petersen:
„Die Zusammenarbeit mit der Deutschen Minderheit, insbesondere über den Sozialdienst Nordschleswig, zeigt sehr konkret, welchen Mehrwert starke und verlässliche Partnerschaften für unsere Kommunen haben und wie sie die Entwicklung gemeinsam stärken können.“