Ich kandidiere für den Hauptvorsitz des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) – warum und wofür?

Warum ich kandidiere

Ich bin seit vielen Jahren politisch aktiv und eng mit der deutschen Minderheit verbunden. Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt, noch mehr Verantwortung zu übernehmen – auf einer neuen Ebene.

Ich möchte meine Erfahrung in Politik, Verwaltung und grenzüberschreitender Zusammenarbeit und mein Netzwerk einbringen, um die Minderheit weiter zu stärken. Mir geht es darum, Zusammenhalt zu sichern und gleichzeitig neue Perspektiven zu eröffnen.

Mein Schritt aus der Kommunalpolitik

Nach zwei Jahrzehnten in der Kommunalpolitik habe ich bewusst entschieden, nicht erneut zur Kommunalwahl anzutreten. Ich war lange Spitzenkandidat, Fraktionsvorsitzender und habe Verantwortung in der Kommune Sonderburg und in unserer Minderheit getragen – als Ausschussvorsitzender und zuletzt als erster Vizebürgermeister.

Irgendwann war der Moment gekommen, den Staffelstab weiterzugeben. Ich habe diesen Schritt bewusst gewählt, um mich vollständig auf die Arbeit als Hauptvorsitzender des BDN und damit auf die Minderheit konzentrieren zu können.

Was ich einbringe

Ich bringe Erfahrung aus unterschiedlichen politischen Ebenen mit: aus der Kommunalpolitik in der Kommune Sonderburg und als Stadtrat und Dezernent in Flensburg, aus der Landespolitik in der Kieler Staatskanzlei sowie aus meiner Arbeit in der Region Syddanmark.

Dabei habe ich mir über viele Jahre ein starkes Netzwerk in Politik und Verwaltung auf beiden Seiten der Grenze aufgebaut – nach Berlin, Kopenhagen, Kiel und Vejle sowie in die Kommunen entlang der deutsch-dänischen Grenze. Vor allem aber sehe ich meine Stärke darin, Menschen zusammenzubringen. Ich habe immer versucht, Brücken zu bauen – über politische, administrative und nationale Grenzen hinweg. Genau das braucht unsere Minderheit auch in Zukunft.

Meine Schwerpunkte

Unsere Minderheit wächst und ist vielfältiger geworden. Das ist eine große Chance. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, was uns verbindet.

Mir geht es darum, unsere Schulen, Vereine und Institutionen stark und verlässlich aufzustellen. Sie sind das Fundament unserer Gemeinschaft. Gleichzeitig glaube ich, dass unsere Minderheit auch „reifen“ muss – im Sinne von: bewusster werden, klarer Prioritäten setzen und noch stärker aus einem echten Gefühl von Zusammenhalt heraus handeln. Entscheidend ist dabei ein starkes Wir-Gefühl und echte Zusammengehörigkeit im Alltag.

Und wir müssen sicherstellen, dass die Bedeutung der Minderheit auch in Zukunft selbstverständlich Teil der regionalen Entwicklung bleibt. Kurz gesagt: Zusammenhalt stärken – und gleichzeitig offen für Neues bleiben.